Tagged Komplexe

Warum dieser Hass? #FragdenWotsefak

Na, ihr Pimmler..

Stell dein Mobiltelefon auf lautlos, leg das Ding in deiner Hand weg und zieh dir deine Hose wieder an!
Der beliebteste „Kummerkasten“ im Netz ist zurück.
Lange her, doch hier ist es wieder: Frag den Wotsefak!
Hab ich schon erwähnt, dass ich einen Hang zum Übertreiben habe?
..ich habe einen Hang zum Übertreiben.

Die Frage heute kommt von Seraina.

Warum hassen gewisse Menschen andere Menschen aus Prinzip, nur weil sie anders sind?

Das, liebe Seraina, habe ich mich auch schon oft gefragt.
Ich weiss nicht ob es eine einfache, pauschale Antwort darauf gibt.
Eine schnelle Antwort, um Energie zu sparen und sich nicht endlos mit den Tiefen des menschlichen Abgrundes auseinanderzusetzen, ist einfach zu sagen: „die sind alle dumm.“
Was jetzt nicht per se falsch sein muss.
Aber es ist wirklich der einfache Ausweg und wohl auch nicht ein 100% wasserdichtes Argument.
Und nur um das zu hören, hast du mir bestimmt nicht geschrieben.

Lass mal bisschen brainstormen..

Ich persönlich denke, dass die Ursache für solches Verhalten, an Störungen der eigenen Psyche liegt.
Das dann halt öfters auch noch in Kombination mit Mangel an Wissen und/oder Intellekt.

Toleranz – sowas wie die Vorstufe vor der Akzeptanz.
Toleranz – die Grundlage für funktionierende Humanität.
Humanismus ist alles was den Menschen betrifft.
Rassisten, Chauvinisten, Homophobe und was es sonst noch alles gibt, sprechen in gewisser Weise anderen Menschen ihre Menschlichkeit ab.
..das würde aber natürlich kaum einer so sagen.
Oder sie versuchen sich als wertvoller darzustellen als andere. Bzw. als Richtig und das andere als Falsch.
Dinge wie „natürliche Überlegenheit“ oder „Unnatürlichkeiten“ ertönen direkt oder zwischen den Zeilen einschlägiger Plädoyers.
Als gäbe es beim Menschen so etwas wie weitere Unterrassen.
Es ist biologisch nicht abzustreiten, dass es genetische Unterschiede zwischen Menschen gibt.
Aber ein Mensch ist ein Mensch.
Ob uns das jetzt passt oder nicht.
Dunkle Haut, helle Haut, blonde, schwarze, rote Haare, männlich, weiblich, hetero-, homosexuell und jegliche Kultur aus denen ein Mensch stammt, sind nicht im Ansatz ein Indiz dafür, dass er nicht zu gleichen Gattung gehört wie wir alle.
..2016. traurig, dass es noch immer Leute gibt, die das nicht in ihren Schädel kriegen.
Hat man das einmal verstanden, sollte Toleranz keine Frage mehr sein.
Aber genau das kapieren einige einfach nicht.
Und das ist ein Problem, das viele der betroffenen haben.
..auf mich wirkt das zumindest so.

Ich habe es schon angeschnitten und werde jetzt darauf noch ein bisschen rumreiten.
Psychische Störungen.
Nicht medizinisch relevante Erkrankungen. Diese sind ein ganz anderes Thema.
Ich rede von Komplexen und allgemein gestörten Beziehungen zum eigenen Ich.
Das alles ist nicht angeboren, das wird uns antrainiert oder wir bringen uns das selber bei.

Ein Rassist kann zum Beispiel von irrationalen Ängsten angetrieben werden, deren Ursache er auf andere, in seinem Fall z.B. auf Ausländer projiziert.
Er kann aber auch einfach an Komplexen leiden, die ihn dazu bringen zu denken, dass seine Attribute denen von anderen überlegen sind.
..z.B. so eine Scheisse wie „Herrenrasse“ bla bla
Ob man von alleine auf solche Ideen kommt oder sie einem irgendwo gelehrt werden, spielt beim Endprodukt wohl nicht wirklich eine grosse Rolle.
Und es gibt bestimmt noch andere Varianten und Kombinationen die rassistischer Weltanschauung zugrunde liegen.

Bei Chauvinisten erkläre ich mir das ähnlich. Die verkorkste Ansicht, dass Frauen minderwertiger sein sollen als Männer.
Eigentlich auch so eine Art von „Herrenrassen“-Scheisse.
Ob alleine stehend oder in Kombination, kommen Komplexe aufgrund Enttäuschungen, Frustration und anderen einschneidenden Gegebenheiten, meist in Bezug auf das andere Geschlecht.
Die Unsicherheit, wenn es um Veränderungen geht, darf man wohl auch nicht weglassen.
Chauvinismus ist auch ein krampfhaftes Festhalten an vergangenen Strukturen und Rollenbildern.

Ähnliche Grundlagen hat wohl auch Misandrie.
..welche übrigens sehr oft zu kurz kommt in der öffentlichen Diskussion.
Oft wird das einfach mit Emanzipation abgetan. Ich persönlich finde das aber genauso falsch wie Chauvinismus.
Nur so als kleine Randnotiz.
Als würde der heutige Beitrag nicht so schon ellenlang.

Homophobie ist auch noch ein gängiges und wie die anderen, noch immer ein leider weit verbreitetes Problem.
Irgendwie auch oft in einer Form von institutionellem Rassismus gezeigt. Auch wie „klassische“ Rassisten haben homophobe ähnliche Antriebe.
Dazu kommen wohl noch erschwerend Probleme und Komplexe bzgl. der eigenen Sexualität.

Viel geschrieben und tausend Mal dieselben oder zumindest ähnliche Grundlagen für verschiedene menschengruppenverachtende Ansichten.

Störungen der Wahrnehmung des eigenen Selbst.
Komplexe.
Ängste.
Unzufriedenheit.
Unwissenheit.
Egoismus.
Darum hassen gewisse Menschen wohl andere Menschen.

Ich hoffe, dass ich meine Gedanken verständlich ausdrücken konnte.
Das ist ein riesiges, komplexes Thema über welches man ganze Bücher schreiben könnte.
Das alles auf einen überschaubaren Artikel herunter zu brechen ist eine ziemliche Herausforderung.
Vielleicht seht ihr das alles ja ganz anders oder habt noch Ergänzungen welche dem Verständnis dienen, um Seraina die Frage zu beantworten.
Nur zu, lasst uns darüber reden!

Entweder einfach und direkt über meine Facebook Seite

oder hier:

Werbeanzeigen

Von Leben 2.0. Oder wenn Pseudonymität, Eunuchen plötzlich Eier wachsen lässt.

Es ist kaum noch wegzudenken. Das Internet ist ein grosser Bestandteil unseres Alltags geworden. Man findet heute zusätzlich im Internet statt.

Vieles wird durch diese Vernetzung auch erleichtert.

Soweit so gut.

Kurz vorweg;
es gibt Menschen, die sich im Internet aufhalten und sich weitgehend, annehmbar verhalten.
Es gibt Querdenker, die auch im wirklichen Leben kongruent zu ihrem Online-Dasein sind.
Ich zähle mich und einige mir bekannte Personen dazu.
Aber auch ich nehme mich und sie, nicht zu 100% von dieser Problematik aus.

Sehe ich mir Onlineplattformen an, stimmt mich das des Öfteren nachdenklich.
Diese Pseudonymität und weitgehende Anonymität kann ziemlich gefährlich sein.
Mal abgesehen von Cyber-Mobbing. Was ausser Frage steht, ob diese Bullying – Erweiterung bedenklich ist.

Aber weg von dieser Thematik.
Schlimm finde ich,
und das fällt zu oft aus dem Fokus,
zu viele Leute bauen ihr Ego, ihr Selbstbewusstsein übers Internet auf.

Der Mensch braucht Anerkennung. Das ist aus meiner Sicht ein emotionales, psychisches Grundbedürfnis. Wir alle sind komplexbeladen und verletzlich. Die einen mehr, die anderen weniger. Doch alle brauchen wir eine gewisse Ration „Bestätigung ab und an.

Ich habe diese Aufmerksamkeitsheuchler und Anerkennungstouristen, etwas laienhaft in 2 Kategorien eingeteilt:

Die „Grosse Fresse, nichts dahinter“.
Könnte man ablegen unter „ferner liefen“ oder „Hunde die bellen, beissen (oft) nicht“.
Solange die „Zielscheibe“ genügend Distanz dazu wahren kann und sie nicht zum Mobbing – Opfer wird.

Diese Sorte Mensch, treffe ich sehr oft an. Alles wird angeprangert, zu allem hat er eine Meinung. Es macht den Anschein, dass je mehr er die Schnauze aufreisst, desto mehr schenkt man ihm glauben und sympathisiert mit ihm.

Oder man findet ihn einfach so latent bescheuert, dass er einem einfach nur auf den Sack geht.

..Blogger halt

Diese Schreihälse sind ja grundsätzlich nichts schlimmes, ausser wie bereits erwähnt; „Zielscheibe“. Stört mich eigentlich auch wirklich erst, wenn Ego – Pushs, auf Kosten anderer eingeholt werden.

Nächste Kategorie, „Mitleidssucher“.

Mitleid ist auch eine Form von Aufmerksamkeit. Und genauso hässlich wie die vorher erwähnte. Und nicht weniger nervig. Ständig wird gejammert. Die Welt ist so schlecht zu einem …ihr kennt das!  Nur machen mir diese Menschen teilweise Angst. Was wenn es wirklich Hilferufe sind?

Klar, diese Exemplare leben sich teilweise auch in der Realität so aus.

Aber was ist mit denen, die sich nur im Netz so darstellen?

Ist das gesund, sich nur online auszuleben?

Kann das helfen wenn man anonym nach Hilfe schreit?

Gibt einem die Aufmerksamkeit von Unbekannten, eine zufriedenstellende, positive Aufmerksamkeit?

Der Druck auf jeden einzelnen steigt stetig. Die Welt kann einen ganz schön verunsichern. Hemmungen werden allgegenwärtig.

Darum Maske auf und überspielen?

Ich weiss nicht, ob das eine gute Lösung ist.

Ich denke, ihr versteht mich.

Was denkt ihr darüber?