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Von Hip Hop – dieses Opferkind?

Na, ihr Pimmler..

Ein Monat ist vergangen.
Der Keks ist schon trocken und hart, doch ich hol ihn trotzdem aus der Büchse.
Ich muss meinen Senf dazu einfach auch noch abgeben.
..Senf auf Kekse. Lecker.

Mit einiger Verspätung, habe ich den offenen Brief von Macus Staiger an Jan Böhmermann gelesen.
Er wirft dem „POL1Z1STENS0HN“ zusammengefasst, „standesgemässe Überheblichkeit“ vor.

„Ihr verarscht Leute, weil sie weniger Bildung haben, weil sie weniger Geld besitzen und weil sie gesellschaftlich unter euch stehen.“

Für diejenigen die es nicht mitbekommen haben sollten. Es geht um dieses Werk:

Jan Böhmermann – POL1Z1STENS0HN
Im Folgenden spreche ich zu unserem Hip Hop Onkel Staiger.
Stellvertretend muss er hier aber für alle hinhalten, die seine Meinung teilen.

Bist du wirklich so realitätsfremd?
Macht es dir solche Angst, dass der kleine Hip Hop langsam erwachsen geworden ist und seinen Stand in der Gesellschaft selber sucht und findet?
Er kann schon ganz gut für sich selber einstehen.
Du machst ihn zu einem Opfer, das er gar nicht ist.
Hip Hop untersteht newtonschen Gesetzen und ich bin der Meinung, dass kaum eine Kultur ausgeprägter das Prinzip von Aktion und Reaktion lebt, als Hip Hop.
Und genauso reagieren andere auf die „Aktionen“ unserer Szene.

Warum ich Hip Hop so liebe? Weil er alles ausdrückt, wonach ihm gerade ist. Grenzenlos. Kompromisslos.

Aber genau dasselbe macht gute Komik und Satire aus.
Und dass sich diese Kunst, Hip Hop annimmt und ihn als Stilmittel benutzt ist nur ein Zeichen dafür, dass er von der Gesellschaft wahrgenommen wird.

Nur weil wir nicht in der Lage sind über etwas lachen zu können, heisst das nicht, dass es für andere nicht amüsant und unterhaltsam ist.
Humor ist auch dann Humor, wenn nicht alle lachen.

Und sollte es im Kern darum gehen, dass Hip Hop als die etablierte, selbständige Kultur akzeptiert wird die sie ist, sollten wir das Vertrauen in sie haben und uns nicht als humorloses Pack präsentieren, dass immer gleich in den Verteidigungsmodus wechselt.

Ob man die Art von Böhmermann & Co. nun mag oder nicht.
Wir wollen, dass man uns und unsere Art der Kommunikation und Kunst respektiert.
Respektieren wir doch einfach auch mal das Aussenstehende.
Das wär doch mal was. Nicht? Regt euch nicht so auf. 

Seid lieb.

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Von #CharlieHebdo

Ich kann nicht anders.
Ich muss kurz meine Solidarität bekunden.
Mein Mitgefühl zum Attentat in Paris.
Charlie Hebdo – ist das der Preis, wenn man die Kunst der Satire verteidigt?

Ein hoher Preis.
Ein unfairer Kampf.

„Die Waffe für Freiheit und gegen Tyrannei, Dummheit und Unehrlichkeit“ vs. Glauben mit Kaliber 5,45 mm oder 7,62 mm.

Ein weiterer Beweis mein Unverständnis für fanatischen Glauben zu festigen.
Wenn Debilität mit moderner Waffentechnik verschmilzt..
Mehr kann ich gerade nicht in Worte fassen.
Gute Nacht!

Von Andreas Thiel, Streitschriften und wie immer dummen Menschen

Satire ist es dann, wenn die Dummen es nicht mehr lustig finden.

Andreas Thiel ist Satiriker.
Einer der keinen Bogen um Thematiken macht, nur weil sie unbequeme Wahrheiten ans Licht bringen.
Und das ist gut so.
Sicher kann man sich darüber streiten ob seine Streitschrift in der aktuellen Ausgabe der Weltwoche, mit klarer Koran-Kritik, die heimlichen Ressentiments gegen den Islam weiter schürt.
Aus meiner Sicht wäre das allerdings nur der Fall, wenn die Mehrheit der Gesellschaft aus Schwachköpfen besteht.
..oh. Jetzt erkenne ich das Problem.

So oder so. Wer sich mit den Schriften des Korans schon einmal auseinandergesetzt hat weiss, dass sein Bericht gar nicht so abwegig ist.
Nur weil Gläubige die Überlieferungen nicht wörtlich interpretieren heisst das nicht, dass er im Unrecht ist.
..und ja, andere Religionen halten das mit ihrer Glaubensliteratur auch so.

Um was es mir aber im Endeffekt geht:

Die Meinungsfreiheit, genauer Meinungsäußerungsfreiheit, auch Redefreiheit, ist das gewährleistete subjektive Recht auf freie Rede sowie freie Äußerung und (öffentliche) Verbreitung einer Meinung in Wort, Schrift und Bild sowie allen weiteren verfügbaren Übertragungsmitteln.

Meinungsfreiheit ist ein Menschenrecht.
Auch wenn das nicht jeder Staat, jede Kultur oder Glaubensrichtung als solches anerkennt.
Individuelle Meinungen anzuerkennen setzt nämlich eine Prozessfähigkeit voraus.
Auseinandersetzung mit einer Materie, Reflexion und Ausbruch aus einem festgefahrenem Prisma.
Oder zumindest Toleranz gegenüber anderen und die Akzeptanz von Andersartigkeit.
..das kriegen Menschen allerdings nicht hin. Dafür sind wir zu beschränkt.

Gedanken und Meinungen anderer können manchmal ziemlich verletzend sein.
Das hat wohl jeder in der einen oder anderen Form selber schon erfahren.
Vergesst aber bitte nicht, dass ihr auch Meinungen habt.
Meinungen die bei anderen auch auf Unmut stossen können.
Eigentlich ja eine faire Ausgangslage. Nicht?
Man muss ja nicht gleich Drohungen aussprechen gegen Andersdenkende.
..könnt ja auch eine Streitschrift verfassen.

Denkt da mal drüber nach..