Sonntagmorgen auf dem Klo

Na, ihr Pimmler..

Da sitzt man nichts böses ahnend aufm Klo, ist zufrieden weil man gerade nichts denkt und BÄM! ..Homophobie!

..Einleitung kann ich.

Ja, das mit dem nichts denken ist gelogen.

Ich denke pausenlos über etwas nach.

Der Rest stimmt aber.

Gerade denke ich darüber nach, warum ich so ein Depp bin?

Ich behaupte von mir selber, dass ich ein offener Mensch bin.

Jeder sollte in seinem Leben machen was ihm gefällt.

Jeder soll sich so ausleben können wie er mag.

Und ich meine das auch wirklich so.

Egal welches Geschlecht, egal wo du herkommst, egal wen, wie viel, wie wenig oder auch überhaupt nicht fickst, spielt keine Rolle.

Glaub was du willst.

Ist doch alles ok, wenn du damit niemandem Schaden zufügst.

Gleiches Recht für alle.

Love, Peace und der ganze Bums.

Aber dann..

..benutze ich selber Wörter wie „Spasst“, um jemanden zu beleidigen.

..betitle ich etwas als „schwul“, weil ein Typ gerade etwas vielleicht eher feminines macht oder sagt.

..bin ich sexistisch, weil ich halt manchmal auch Frauen hinterherschaue und meinem Kumpel sage, dass sie wirklich einen geilen Arsch hat.

Soll mal einer verstehen.

Denn ich hab nix gegen menschen mit einer Behinderung.

Im Gegenteil. Ich setze mich für sie ein.

Ist es legitim, weil ich nicht proaktiv bin sondern diese Wörter einfach unüberlegt benutze?

Ist es ok, weil ich nicht hinterherpfeife oder -rufe?

Ich will kein Chauvinist und Sexist sein. Und ich würde mich selber auch nicht so bezeichnen.

Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch denselben Wert und dieselben Rechte und Pflichten verdient hat.

Und doch kuck ich manchmal den Frauen nach und reduziere sie in dem Moment ja nur auf ihr Äusseres.

Ich positioniere mich klar gegen Schwulen-, Frauen-, Fremden- und was es sonst noch alles gibt

-feindlichkeit.

Aber irgendwie inkonsequent..

Trotzdem stelle ich mich unterstützend auf die Seite der Benachteiligten.

Und mit benachteiligt meine ich situativ bedingt.

..nicht, dass mir hier wieder jemand zu erklären versucht, dass Homosexualität keine Behinderung ist.

Mein Gerechtigkeitssinn lässt auch gar nichts anderes zu.

Damit kann man leben oder?

Wie seht ihr das?

Geht es euch ähnlich?

Oder seid ihr konsequenter und strikter im Umgang mit diesen Themen?

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