Von wotsefak

Facebook ist ein Psychiatrieaufenthalt mit Freigang und Twitter, SMS für Grenzdebile.
..so ein Blog, eine gute Mischung

#9 Dieses Bild muss man sich mal geben. Erwachsene Männer liegen völlig verpeilt auf einem Sofa.

Ich sitze auf dem Sofa und beobachte den Typen, der etwa einen Meter neben mir völlig weggetreten irgendwelches Zeug murmelt. Jasa reicht mir seinen Joint. Ich nehme einen tiefen Zug und geniesse den Duft des Rauches. Er überlagert diesen komischen, eklig süsslichen Geruch im Wohnzimmer von Tim. Tim ist der Typ, der gerade mit einem Feuerzeug, das Zeug auf seiner Alufolienkonstruktion zum dampfen bringen will. Den Dampf ein paar mal tief einatmen und kurze Zeit später ist man Tschüss. Das hab ich bei dem Murmel-Typ vorhin gesehen. Und jetzt macht Tim es ihm gleich.

Schwierig, aber ich schätze die so um die 30 Jahre alt. Locker das Doppelte von uns.

Eigentlich sind wir nur hier, weil wir was für Onkel Jan abholen sollten. 300.- um genauer zu sein.

Davon haben wir genau 200.- gekriegt. Nicht unser Problem. Um den Fehlbetrag kümmern sich später dann andere.

Nur weil sie uns was zu Rauchen angeboten haben, sind wir noch hier. Sie hätten uns auch nen Hit abgegeben. Aber bei dem Junkiescheiss machen wir nicht mit.

Dieses Bild muss man sich mal geben. Erwachsene Männer liegen völlig verpeilt auf einem Sofa. Der eine starrt die Decke an und murmelt nach wie vor vor sich hin. Der andere hat die Augen geschlossen und atmet voll schnell.

Ich drücke den Joint aus. „Lass uns abhauen Jasa. Von dem Geruch wird mir langsam schlecht …. und von den Typen auch.“ Jasa steht auf, läuft zum Fenster und öffnet es. „Alter, die sind ja mal komplett weggetreten … dämliche Junkies … meinst du, dass sie wissen, dass sie am Arsch sind, weil sie uns nicht die ganze Kohle gegeben haben?“ Ich schüttle den Kopf. „Denke nicht.“ Jasa nimmt eine Zigarettenschachtel vom Tisch und steckt sie ein. „Hey Ben. Wenn wir eh hier sind und die nichts mitkriegen, lass mal kucken, ob die ausser Kippen noch was anderes haben, was brauchbar ist.“ Ich nicke.

Ein paar Päckchen Gras habe ich gerade eingesteckt und überlege, ob ich das hässliche Zeug der Typen auch mitnehmen soll. Jasa, der in der Zwischenzeit in einem anderen Raum verschwunden ist ruft. „Ben! Komm her!“ Ich werfe die anderen Grips auf den Tisch zurück und geh zu Jasa. „Kuck! Decks!“ freudig streckt er mir zwei Skateboard Decks entgegen. „Welches willst du? … ich will das blaue.“ „Mir egal. Beide cool.“ antworte ich und greife nach dem schwarzen. Es hat eine Rose und einen Totenkopf drauf. „Oh! Meins!“ ruf ich und schnapp mir den Discman, der hinter ein paar Zeitschriften auf dem Boden liegt. „Ah fuck! … den hab ich gar nicht gesehen.“ meint Jasa etwas enttäuscht. „Ach, was haben wir denn hier?“ Jasa bückt sich nach einer kleinen Schatulle neben der Matratze und öffnet sie. Er greift rein und ein Bündel Geldscheine kommt zum Vorschein. „Wieviel ist das?“ will ich wissen. Jasa löst das Gummiband ab und zählt das Geld. Währenddessen gehe ich zurück um nach den Typen zu sehen. Scheinen sich nicht bewegt zu haben. „Yo! Die sind noch immer Banane!“ ruf ich nach drüben zu Jasa. „280 Tacken!“ ruft dieser zurück. „90.- für jeden.“ antworte ich ihm. „Genau.“ meint Jasa, der gerade wieder nach vorne kommt. „hier.“ er streckt mir Geld hin. Ich nehme es und verstaue es in meiner Hosentasche. „Lass uns abhauen und Onkel Jan die Kohle bringen.“ „Moment.“ Jasa geht zu Tim und tastet seine Hosentaschen ab. Er greift in eine rein. „Ein Feuerzeug.“ Er geht zum anderen rüber und macht dasselbe bei ihm. „Brieftasche … leer … noch ein Feuerzeug … mau.“ In diesem Moment greift der Typ nach Jasas Arm. „Lass los du Pisser!“ Jasa schüttelt die Hand des Typen ab. Dieser brabbelt irgendwas unverständliches. „Hauen wir ab.“

Wir laufen im Treppenhaus nach unten. „Die werden ganz schön sauer sein, wenn die wieder runterkommen und realisieren, was passiert ist.“ Jasa lacht. Ich muss auch lachen „Bestimmt! … aber eigentlich können sie es als Provision für uns betrachten. Schliesslich retten wir ihnen gerade den Arsch, weil wir die kompletten 300.- übergeben.“ „Hach, wir sind schon nette Jungs.“ Jasa lacht und hüpft die restlichen Stufen runter. „Die netten Nachbarjungs. Die guten Seelen des Kreises.“ lach ich und gehe Jasa nach.

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#3 Bestimmt ein böser Zwerg! Wie dieses Rumpelstilzchen oder so!

Beim ersten Mal ist das immer so eine Sache.

Egal welches erste Mal es ist. Ob beim ersten Mal Fahrradfahren ohne Stützräder oder am ersten Schultag. Du bist nervös, aufgeregt, freudig, gespannt oder es wird dir kotzübel.

Ich habe gerade eher die kotzübel Variante.

Mama Ria, unsere Köchin im Heim, hat mir geholfen, meine Sachen zu packen. Das ging voll schnell. Richtig viel besitzt du nicht unbedingt als 6-jähriger, der seit knapp einem halben Jahr im Heim ist.

Wie ich dort gelandet bin?

Das ist eine andere Geschichte..

Ich mag Mama Ria. Ich war oft bei ihr in der Küche und hab geholfen. Wenn ich traurig war, war sie immer da für mich. Sie hat mich aufgemuntert. Manchmal bekam ich einen Keks und ein Glas Milch von ihr. Die besten Kekse und die leckerste Milch der Welt!

Beim Packen konnte aber auch sie mich nicht so wirklich aufmuntern. Ich will nicht aus der Stadt weg. Ich will nicht in eine Pflegefamilie.

Nicht, dass es mir im Heim gefällt. Ich gehöre eher zu den Jüngeren und die Älteren … da hat es echt einige Arschlöcher darunter. Das ewige Geschubst und Geschlagen werden, sind noch die harmlosen Dinge, die so zu meinem Alltag gehören.

Aber das alles kenne ich halt mittlerweile. Ich weiss, in welchen Ecken ich nichts zu suchen habe, ich kenne meinen Schulweg, ich weiss wo ich meinen Fussball finde, wenn er mir weggenommen wurde, weil ich wieder ein „böser Junge“ war. Meine kleine Welt ist zwar irgendwie kacke, aber es ist meine kleine Welt. Da kenne ich mich aus.

Und jetzt soll ich woanders hin. Ich weiss nicht wie es da sein wird. Ich weiss ja nicht mal wo das ist.

Bis zu dem Zeitpunkt, wusste ich nicht einmal, dass es den Kanton Thurgau überhaupt gibt. Geschweige denn diesen Ort.

Für mich existierte nur die Stadt. Das war mein Zuhause.

Und jetzt sitze ich in diesem Auto. Ein Koffer mit meinen Sachen liegt hinten.

Mein Rucksack mit ein paar Spielsachen und Büchern ist neben mir auf dem Rücksitz. Ich streichle den Fussball auf meinem Schoss, lehne den Kopf gegen die Scheibe und beobachte die Leitplanke, die an mir vorbeizieht. Meine Augen sind trocken und brennen. Tränen sind wohl aufgebraucht.

„Wir sind bald da.“, sagt Herr Burkhardt zu mir.

Das ist einer der Betreuer. Er bringt mich zu meinen Pflegeeltern.

Ich mag ihn nicht.

Nicht, weil er mich wegbringt. Ich mochte den noch nie. Hat seine Gründe.

Mittlerweile sind wir von der Autobahn runter und ich sehe die ersten Häuser.

Ich seh das Zeichen einer Bank die ich kenne. Aber es ist nicht blau sondern grün.

Ich kenne Parallelwelten aus einem Comic. Das muss hier eine sein, denke ich mir. Die einzig logische Erklärung.

Da fährt ein rot-weisses Ding, das bisschen aussieht wie ein Zug, aber es fährt auf der Strasse, wie die Trambahn die ich kenne. Aber meine Trambahn ist schmaler und blau-weiss. Also was soll das sein? Eine dicke Trambahn oder ein noch nicht ganz ausgewachsener Zug?

Mein Verdacht erhärtet sich, in einer Parallelwelt gelandet zu sein.

Während ich mir noch Gedanken darüber mache, warum man nichts merkt, wenn man in eine andere Welt reist, fahren wir auch schon auf einen Platz mit einer Reihe Garagen und halten an.

„So, da wären wir.“ meint Herr Burkhardt.

Ein paar gelbe Häuser ohne Dach sehe ich hinter der Wand aus Garagen. Komische Würfelhäuser, denke ich mir.

Herr Burkhardt öffnet mir die Autotüre.

Ich will nicht aussteigen. Aber ich will auch nicht, dass Herr Burkhardt wütend wird. Das will keiner…

Ich nehme meinen Rucksack, meinen Ball und steige aus dem Auto. Herr Burkhardt trägt meinen Koffer. Er geht vor und ich trotte ihm hinterher auf dem Weg zwischen den gelben Würfelhäusern durch. Vor dem einen ganz hinten Links bleiben wir stehen.

„Das ist es. Und bitte benimm dich gefälligst Ben.“ Er klingelt.

Nach einem kurzen Moment öffnet sich die Türe und Frau Nater steht da. „Guten Tag Herr Burkhard. Hallo Ben. Schön, dass ihr da seid. Kommt rein.“ Sie tritt zur Seite und winkt uns ins Haus.

Frau Nater und ihren Mann habe ich schon mal gesehen. Er ist aber nicht da. Er arbeitet noch, erzählt sie. Sie redet noch mehr, aber ich höre nicht wirklich hin.

Da steh ich nun. In einem fremden Haus, bei einer fremden Familie, an einem fremden Ort, in einer fremden Welt. Das muss ich erst mal einordnen. Ich spüre eine Hand an meiner Schulter. Es is Frau Nater. „Komm Ben. Möchtest du dich mit uns an den Tisch setzen oder soll ich dir das Haus und dein Zimmer erst zeigen?“

„Mein Zimmer? Ich würde gerne in mein Zimmer…“

„Na dann. Komm mit.“ Frau Nater läuft vor, eine Wendeltreppe hoch in den oberen Stock, geradeaus auf eine Türe zu und bleibt vor ihr stehen.

„Darf ich vorstellen, dein Zimmer Ben.“

Ich bleib vor dieser braunen Holztüre stehen und starre sie an. Mein Zimmer? Wie Zimmer in dieser Würfelhauswelt wohl aussehen?

„Möchtest du nicht reingehen?“ möchte sie von mir wissen. Sie lächelt. Ich denke, Frau Nater ist eine nette Frau. Bezüglich des Zimmers kann ich ihr bestimmt trauen. Ich öffne die Türe.

Ich weiss nicht genau was ich erwartet habe, aber mit einem normalen Bett, einem normalen Schreibtisch und einem normalen Schrank in einem ganz normalen Zimmer, habe ich jetzt nicht wirklich gerechnet. Habs mir würfelförmiger vorgestellt alles.

Sie unterbricht meine Gedanken „Wenn du möchtest, darfst du gerne deine Sachen auspacken. Soll ich dir dabei helfen?“

„Nein. Geht schon.“

„Gut, dann lass ich dich mal machen. Wenn du mich brauchst, ich gehe kurz nach unten.“ Sie streichelt meinen Kopf und scheint sich irgendwie zu freuen.

Ich habe jetzt nicht wirklich vor, meine Sachen auszupacken. Ich will ja gar nicht hier sein.

Vom Fenster aus sieht man in den Garten. Da ist ein Baum, ein kleiner Teich, eine Schaukel und ein komisches kleines Häuschen aus Ziegeln. Wer da wohl drin wohnt? Bestimmt ein böser Zwerg! Wie dieses Rumpelstilzchen oder so!

Ich habe bisschen schiss vor dem Häuschen. Beziehungsweise vor dem, was da drin wohnt.

„Ben!“ höre ich Herr Burkhardt von unten rufen. „Komm mal runter und verabschiede dich!“

Natürlich renne ich sofort die Treppe runter, wenn er ruft.

„Frau Nater und ich haben soweit alles geklärt. Ich mache mich auf den Weg und du benimmst dich, ja?“ er schaut mich mit seinem strengen Blick an.

„Kann ich nicht wieder mitkommen? Bitte!“

„Du weisst, dass das nicht geht.“ sagt er mit seinem Befehlston. Dann wendet er sich Frau Nater zu und verabschiedet sich von ihr.

Unter der Eingangstüre dreht er sich noch kurz zu mir, hebt seine Hand hoch und läuft nach einem „Machs gut Ben.“ davon. Frau Nater schliesst die Türe.

Ich starre die Türe an und möchte weinen. Aber das geht irgendwie wieder nicht.

„Magst du Eistee?“, holt sie mich wieder mal aus meinen Gedanken.

„Ja.“

„Komm, wir gehen in den Garten und trinken Eistee zusammen. Ok?“, sie streckt mir ihre Hand entgegen.

„Ich … ich möchte nicht in diesen Garten … Da ist dieser böse Zwerg … können wir nicht einfach den Eistee hier drin trinken?“

Sie sieht mich verwirrt an. „Welcher böse Zwerg ist denn da?“

„Na der, der da in dem Ziegelsteinhäuschen…“

Sie kniet sich hin, legt mir eine Hand auf die Schulter und schaut mir in die Augen. „Ziegelsteinhäuschen? … weiss du was? Dann verjagen wir ihn doch einfach zusammen. Von einem Zwerg lassen wir uns doch nicht den Eistee verderben. Gegen uns beide hat der doch keine Chance.“ Sie lächelt.

Ich denke kurz darüber nach, dass wir zu zweit eine Chance hätten.

„Na gut.“ sag ich „aber dann muss ich erst noch was holen.“

Ich renne die Treppe hoch, ins Zimmer und krame meine Steinschleuder aus dem Rucksack.

Auf gehts. „Zwergenjagd!“ ruf ich mir Mut zu und renne die Treppe wieder runter.

Sie schaut mich an, sieht meine Zwille, verschwindet um die Ecke und kommt mit einem Kochlöffel bewaffnet wieder zurück. „Kann losgehen.“

Ich habe keine Ahnung, was sie mit einem Holzkochlöffel gegen einen Zwerg ausrichten will, aber ok. „Los gehts!“

Ich schleiche vor zur Balkontüre, sie dicht hinter mir.

Vorsichtig öffne ich die Türe, renne zu den Gartenmöbeln auf der Terrasse und gehe in Deckung. Sie tut es mir gleich.

„Wo steckt denn jetzt dieser Zwerg?“ flüstert sie mir ins Ohr.

„Na da. In seinem Häuschen.“ flüstere ich zurück und zeige auf den Ziegelsteinbau.

Sie fängt an zu lachen.

„Komm mal mit.“ Sie nimmt mich an der Hand. Und wir laufen zu dem Ziegelhaus. Sie lacht noch immer. „Sieh mal, das ist nicht das Haus von einem Zwerg. Das ist unser Gartengrill. … weisst du was ein Grill ist?“

Was für eine Frage. Ich bin kein Baby mehr. Ich weiss sehr wohl einen Grill von einem Zwergenhaus zu unterscheiden. „Klar weiss ich, was ein Grill ist. Aber das ist kein Grill. Ein Grill sieht anders aus. Ein Grill ist so ein Kasten und da ist so eine Flaschen angeschlossen und dann zündet man das an und grillt seine Wurst drin.“

Sie lächelt mich an. „Was du meinst, ist ein Gasgrill. Aber es gibt noch viele, verschiedene andere Grills. Zum Beispiel einen solchen hier. Ohne Gas. Da macht man ein Feuer aus Holz um zu Grillen.“

„Feuer?“ ich kuck den angeblichen Grill an und denke mir nur, was für eine seltsame Parallelwelt das nur ist.

Info: Das Leben und Ben

Das Leben und Ben

Ein Projekt, dass ich hiermit starte.
Ich weiss noch nicht wo das ganze hinführen und enden wird.
Es soll eine Geschichtensammlung werden, die als ganzes zu einem Roman verschmelzen kann.

In kleinen Happen werde ich hier Stück für Stück veröffentlichen.
Wenn euch gefällt was ich hier treibe, lasst es mich wissen.
..wenn nicht. Behalt es für dich. Ich geh nur auf konstruktive Kritik ein.

Hier gehts zum Prolog.

Ich würde mich über Inputs und Ideen freuen.

Hier oder über das Formular.

 

Liebesgrüsse aus Tankstelle #unfollowme

Na, ihr Pimmler.. 

Die immer so: 

Meinungsfreiheit, dies, das.. 

Scheint die Sonne auch für Nazis? und der ganze Bums.. 

Ich so: 

Das eine: 

Man hat mir beigebracht, dass ich andere Meinungen akzeptieren muss. 

Probleme und deren Ursache vertragen und benötigen manchmal verschiedene Blickwinkel. 

Unterschiedliche Ansichten sind der Kern von konstruktiver Auseinandersetzung mit einer Thematik. 

Weil man mir beigebracht hat, dass eine Meinung, stets Logik und Wissen als Grundlage haben soll.

Das andere: 

Man hat mir beigebracht, dass ich Gefühle von anderen akzeptieren muss. 

Sie spiegeln die Symptome gewisser Ursachen. 

Nur ein Symptom zu bekämpfen bedeutet, dass man die Ursache nicht sehen kann oder will. 

Nur ein Symptom zu bekämpfen bedeutet, dass man aufgegeben hat. 

Gefühle sind ernst zu nehmen. 

Gefühle darf man äussern. 

Gefühle sind aber keine Meinung und eine Meinung ist kein Gefühl. 

Egal ob reaktionär, konservativ, progressiv, liberal oder wo man eine Meinung zuordnen möchte, sie dient dem konstruktiven Diskurs und sollte Lösungsorientiert sein. 

Eine Meinung eben. 

Beruhend auf Tatsachen. 

Ich respektiere Meinungen. 

Mit Menschen, die anderer Meinung sind, kann man diskutieren und Lösungen suchen.

Ich respektiere Gefühle. 

Mit Menschen die mit Emotionen, Fakten zu sehr durchmischen und verfälschen und beharren darauf, dass das dann ihre Meinung ist, kann man aber nicht diskutieren. Lösungen werden nicht gefunden, nur die Symptome manifestiert.

Mit Gefühlen löst man keine Probleme. 

Mit Wissen, Logik und Kompromissbereitschaft kann man Probleme bekämpfen. 

Der Kontext für Meinungen. 

Rassismus ist keine Meinung. 

Faschismus ist keine Meinung. 

Sexismus ist keine Meinung. 

Intoleranz ist keine Meinung. 

Mit euch, diskutiere ich nicht.

#unfollowme

Fick die Henne..

Na, ihr Pimmler..

Ein Affe, ein Meerschweinchen und ein Pinguin gehen zusammen in eine Bar.

..stell ich mir witzig vor.

Einleitung mal wieder alles weggebombt.

Es ist Sonntag, kalt und neblig draussen. Ich könnte mich einfach wieder ins Bett legen, mir die Eier kraulen und bisschen vor mich hin dösen.

..könnte, könnte, Fahrradkette.

Aber nein. Ich steh vor der Tanke, bin leicht überfordert und angepisst von der Welt.

Alles fing damit an, dass ich mir ein Red Bull und ein Brötchen holen wollte.

..eigentlich.

Aber da gehe ich zum Regal mit den Bulls, greif nach einem und mir fällt Dietrich Mateschitz ein.

Der Red-Bull-Gründer und Faschist vor dem Herrn.

Sowas sollte man boykottieren. Nicht?

Ich griff stattdessen nach einer Coke.

Da fiel mir ein, dass man den Scheissverein auch nicht unterstützen sollte.

Und den Eistee konnte ich auch nicht kaufen wegen Nestlé.

Nimmst halt nen Kaffee, dacht ich mir.

Aber das ist ja auch Kacke.

Denn 1. hab ich keine Ahnung ob der Fair Trade ist und 2. auch wenn, Kaffeeimport hat eine scheiss Ökobilanz.

Also auch keinen Kaffee.

So langsam ging ich mir schon selber auf den Sack!

Zu allem was ich kaufen wollen würde, fiel mir immer etwas ein, das mich abhalten kann es zu kaufen.

Und jetzt stehe ich hier draussen, rauche eine Zigarette, tippe diese Gedanken in mein Apple Produkt, im Wissen, dass ich den Blogbeitrag auf Facebook posten werde.

Und während ich hier schreibe, ploppen Benachrichtigungen von Instagram, Whatsapp und Twitter auf.

Mir wird schlecht..

Ich geh da jetzt rein und hol mir trotz allem ein Red Bull!

You can hate me now!

Spieglein, Spieglein ..oder doch nur am Verdünner geschnüffelt?

Na, ihr Pimmler..

Willkommen zu ..weiss auch nicht unter was ich das zusammenfassen soll.

«Augen sind das Spiegelbild unserer Seele.»

Hat mal wer behauptet.
Keine Ahnung wer das war.
..bin zu faul zum Googlen.

Klingt voll schön.
Tiefgründig und so..

Macht aber keinen Sinn.

Heruntergebrochen ist ein Spiegel eine reflektierende Fläche.
Die Seele soll angeblich im Körper des Menschen irgendwo rumtingeln. Sprich die würde sich nach dem Reflexionsgesetz, sofern sie aus Licht besteht, selbst ins Körperinnere spiegeln.
Warum sollte sie das machen?
Eitelkeit?
Langeweile?
Und auch wenn sie einfach Spass daran hat. Gut und recht, aber ist dann halt von aussen nicht zu sehen für andere.
..ausser die Augen leuchten vielleicht. Wenn sie semipermeabel und ..ach lassen wir das.

Also sind meine Augen nicht das Spiegelbild meiner Seele.
Technisch nicht möglich.

Vorausgesetzt, dass mit der Reflexion wäre gegeben, könnten höchstens die Augen meines Gegenübers als Spiegelbild meiner Seele fungieren.
Aber für das brauche ich dann doch keine fremden Augen.
Könnte ich einfach einen Spiegel nehmen.
..verwirrend.

Warum denkt man sich so komische Dinge aus.
Schon klar, das ganze ist philosophischer zu betrachten.
..aber ich denke, der oder die Philosophin war ziemlich betrunken.

Meinetwegen esoterisch.
..aber da macht ja alles Sinn.

Augen tragen einen Teil zur mimischen Kommunikation bei. Keine Frage.
Aber das ist noch immer kein Spiegelbild meiner Seele.
Ein Abbild vielleicht?
Ein oberflächliches..
Aber noch immer kein Spiegelbild.
Wenn, dann könnten Augen vielleicht eher ein Fernseher sein. Und meine Seele der Fernsehsender mit massiv eingeschränktem Sendeprogramm.
Quasi Regionalfernsehen aus meinem Innersten.
..würg.

Warum denke ich überhaupt darüber nach;
Ich habe heute bereits 2 Posts gesehen, da war zwar bei beiden das grosszügige Dekoltee der jungen Damen präsenter als die Augen, aber die Schönen Zitate: «Die Augen sind das Spiegelbild deiner Seele» und (wie ich finde noch stupider) «Die Augen sind der Spiegel zu deiner Seele», markierten diese Bilder.
Und was soll ich sagen..
Anstatt mir, wie jeder andere notgeile Affe der durchs Internet wuselt, einen auf die Fotos zu keulen, denke ich dann halt über die dämlichen Aussagen nach.
..klingt komisch, ist aber so.

Was denkt ihr?
Spiegel oder doch eher Mattscheibe?

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Ich. Ich. Ich. Ich. Ich.

Na, ihr Pimmler..

Ich hab Rita Ora zum Geburtstag gratuliert.

Sie mir aber nicht zu meinem.

..so wird das nie was mit uns beiden.

Na, heute mal wieder in den Zug reingedrängt, bevor alle anderen überhaupt aussteigen konnten?

Heute schon zu einem riskanten Überholmanöver angesetzt, weil der Trottel vor dir nur 75 statt 80 gefahren ist?

Heute mal wieder zu ungeduldig für den Reissverschluss gewesen?

Mal wieder kein Bitte und kein Danke rausgekriegt am Kiosk?

Soll ich noch mehr egoistische Alltagsdummheiten auflisten?

Könnte wohl endlos weitermachen.

Leih mir bitte kurz deine Aufmerksamkeit.

..ich weiss, es ist Montag und bäh. Aber wenn du dir das Folgende nicht regelmässig bewusst machst, wird das nie was.

Nehmen wir mal an, diese Welt wäre gerecht.

Nehmen wir an, deine Hautfarbe würde keine Rolle spielen.

Nehmen wir an, deine Spiritualität wäre frei und akzeptiert.

Nehmen wir an, du dürftest lieben, wen immer du möchtest.

Nehmen wir an, wir würden die Natur nicht unnötig belasten.

Nehmen wir an, alle hätten genug zu essen und Zugang zu Trinkwasser.

Nehmen wir an, es gäbe keine Streitigkeiten, Morde und Kriege.

Nehmen wir an, niemand würde sein Leben wichtiger nehmen, als das eines anderen Lebewesens.

Und wer ist daran schuld?

Merkel!

..tschuldigung. Ganz, ganz schlechter, richtig flacher Scherz.

Der Mensch ist schuld.

Und warum?

Weil er dumm ist.

..voll die bahnbrechende Erkenntnis. Da wär jetzt nie jemand drauf gekommen.

Aber weisst du was?

Jeder kann im Kleinen, in seinem Alltag etwas zur Verbesserung beisteuern.

Umdenken.

Beginnt alles in deinem Kopf.

Bitte mach was dagegen!

Ist doch scheisse so.

Nicht?

Pelz ist Mord! – Frag den Wotsefak

Na, ihr Pimmler..

Eigentlich wollte ich mir heute den ganzen Tag, Videos von Menschen, die gegen Glastüren laufen reinziehen.
..aber dann musste ja Yvonne mit dieser Frage daherkommen.

Yvonne heisst übrigens Sabrina und auch das ist gelogen, denn ihr wisst ja…

Seit längerem mal wieder ein Frag den Wotsefak.

Na, wer hats vermisst?
..niemand, ich weiss.

"Warum stehen viele dafür ein, dass man keinen Pelz tragen soll, aber bei Lederproduktrn nicht?"

Ja das ist wohl so eine Sache, liebe Angelika.
Eine böse Unterstellung meinerseits ist, dass viele phasenweise ein Trend-Verhalten an den Tag legen und ihre Sache (die ja eigentlich nicht wirklich ihre Sache ist) nicht konsequent durchziehen.
Wieder andere sind wohl einfach zu dumm um vernetzt und global zu denken.

Dann könnte es noch sein, dass man gut gegen Pelzträger wettern kann, weil man sich a.) selber keinen leisten kann und/oder b.) einem Pelz sowieso nicht gefällt.
Bei Leder ist dann aber das Problem, dass die meisten wohl selber eine Lederjacke, -schuhe, -tasche, -geldbeutel, was auch immer besitzen.
Dann müsste man sich ja selber Ohrfeigen.

Wie in vielen Anliegen die wir manchmal so vertreten, sind wir wirklich nicht konsequent genug und prangern nur an, was uns selber nicht merkbar einschränkt.
Ja, so bescheuert sind wir dann wieder.

Plus ist es doch viel einfacher eine ältere Dame zu beschimpfen, weil sie Pelz trägt, als vor einen Hells Angel zu stehen und ihn wegen seiner Lederkutte anzukeifen.

Out!