#26 Partygewürz

Es sind Sommerferien. Bald beginnt unser letztes Schuljahr. Aber das ist gerade nicht so wichtig. Wir spazieren durch die Stadt nach Hause. Der Himmel wird langsam heller. Bald wird die Sonne aufgehen.

Es ist angenehm kühl.

„Warte kurz.“ sag ich zu Jasa und bleibe stehen. Ich ziehe meinen Rucksack von der Schulter.

„Was suchst du denn?“ will er von mir wissen.

„Meine Coke … ich hätte schwören können, ich hab da noch eine.“ Ich finde sie nicht, schliesse meinen Rucksack wieder, hänge ihn über die Schulter und wir gehen weiter.

„Das war ne ziemlich gute Party.“ meint Jasa grinsend.

„Ja, die war super!“

Er legt seinen Arm über meine Schultern und wir schlendern weiter.

„So stelle ich mir den Himmel vor.“

Wir müssen beide lachen.

Sevi, so ein Typ, dem wir vor einem Club mal was angedreht hatten, hat uns zu einer privaten Pool Party eingeladen. Wir zwei waren quasi für das Gewürz zuständig.

Ich gehe schwer davon aus, dass er uns ohne unsere Liefereigenschaften bestimmt nicht eingeladen hätte.

Die waren da alle älter als wir. Vielleicht so 18 bis 20 Jahre alt? Ich weiss es nicht genau. Ein paar davon sind im Gymnasium und ein paar Studenten waren auch da. Vielleicht so um die 30, 40 Leute. Hab sie nicht gezählt. Die Hütte war jedenfalls gut gefüllt. Und die Leute auch.

Es hatte ein paar echt tolle Mädels da. Und ein paar fanden es glaube ich ziemlich amüsant mit uns „kleinen“ Jungs. Einigen Typen gefiel das nicht so. Aber die haben nichts gemacht. Nur böse gekuckt. Nicht unser Problem.

„Willst du mir eigentlich noch erzählen, was da im Geräteschuppen abging?“ Jasa grinst mich fragend an.

„Ich hab mit Michaela und Tamy einen Blunt geraucht.“

Er kuckt mich leicht skeptisch an. „Ihr hab da drin einfach nur einen Blunt verheizt?“

„Na, die hatten halt noch nie einen Blunt … wie nennt man das? kredenzt?“ Ich muss grinsen.

„haha.. und dafür seid ihr extra in dem Schuppen verschwunden. Ist klar..“ Jasa klopft mir lachend auf die Schulter.

„Ja, ok … vielleicht haben wir noch bisschen gefummelt.“ entgegne ich grinsend.

„Michaela hat plötzlich ihr Top hochgezogen und mich gefragt, ob ich ihre Brüste mag.“

„Was?! … erzähl mir mehr! Immer muss man dir alles aus der Nase ziehen.“

„Na gut … eben, aus dem Nichts hat sie mir da einfach ihre Brüste gezeigt.“

„Und weiter?“

„Ich hab natürlich Ja gesagt … Sie hat schon schöne Brüste.“

„Wie ? Und das wars schon? Du hast doch was von Fummeln gesagt.“ Er sieht mich aufgeregt an.

„Tamy hat mich dann gefragt, ob ich schon mal Brüste angefasst habe. Da hab ich natürlich auch Ja gesagt … dann haben sie mich noch gefragt, ob ich schon mal Sex hatte … hab wieder Ja gesagt. Und die haben dauernd gekichert.“

„Und dann?“

„Dann war ich ziemlich damit beschäftigt, dass sie meinen Steifen nicht bemerken.“

Wir müssen beide lachen. „Oh man.“ Jasa zieht eine Zigarettenschachtel aus seiner Hosentasche. „Kippe?“ Ich nehme eine.

„Und wie ging es weiter?“ hakt Jasa nach.

„Dann ist Michaela näher zu mir ran gerutscht, hat meine Hand genommen, auf ihre Brust gelegt und gefragt, ob sich die anderen Brüste auch so angefühlt haben … und ihre Stimme war plötzlich so komisch.“

„uff… und was hast du gemacht?“

„Ich hab ihr den Blunt weg und ein paar tiefe Züge genommen … In der Zeit hat Tamy ihren Kopf an meine Schultern gelehnt und wieder gekichert … sie hat Michaela angeschaut und gesagt, dass sie mich wohl ziemlich angeregt habe und auf die Beule in meiner Hose gezeigt.“

„Oh Scheisse, Alter. Das war bestimmt peinlich.“ meint er lachend.

„Ja schon. Aber nicht so lange. Michaela hat mich angegrinst und dann meine Hose aufgemacht.“

„Warte, sie hat was?! … Alter, willst du mir erzählen, dass du heute von einer 18 jährigen gefickt wurdest?“ Er sieht mich schockiert an.

„Was? Nein! … ich hab gar kein Kondom dabei … aber sie hat mir einen runtergeholt.“

„Heftig Bratan! … und das alles wolltest du mir nicht erzählen?“

„Schien mir halt nicht so wichtig.“

Jasa lacht wieder „Nicht so wichtig … du bist schon manchmal ein Vogel … und? Wie war es?“ will er wissen.

„Naja … es war schon ziemlich gut.“ Wir grinsen uns gegenseitig an.

„Hey, lass uns in der Bäckerei da vorne ein Brötchen und was zu Trinken holen, ja.“

Ich nicke und wir überqueren die Strasse.