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Pelz ist Mord! – Frag den Wotsefak

Na, ihr Pimmler..

Eigentlich wollte ich mir heute den ganzen Tag, Videos von Menschen, die gegen Glastüren laufen reinziehen.
..aber dann musste ja Yvonne mit dieser Frage daherkommen.

Yvonne heisst übrigens Sabrina und auch das ist gelogen, denn ihr wisst ja…

Seit längerem mal wieder ein Frag den Wotsefak.

Na, wer hats vermisst?
..niemand, ich weiss.

"Warum stehen viele dafür ein, dass man keinen Pelz tragen soll, aber bei Lederproduktrn nicht?"

Ja das ist wohl so eine Sache, liebe Angelika.
Eine böse Unterstellung meinerseits ist, dass viele phasenweise ein Trend-Verhalten an den Tag legen und ihre Sache (die ja eigentlich nicht wirklich ihre Sache ist) nicht konsequent durchziehen.
Wieder andere sind wohl einfach zu dumm um vernetzt und global zu denken.

Dann könnte es noch sein, dass man gut gegen Pelzträger wettern kann, weil man sich a.) selber keinen leisten kann und/oder b.) einem Pelz sowieso nicht gefällt.
Bei Leder ist dann aber das Problem, dass die meisten wohl selber eine Lederjacke, -schuhe, -tasche, -geldbeutel, was auch immer besitzen.
Dann müsste man sich ja selber Ohrfeigen.

Wie in vielen Anliegen die wir manchmal so vertreten, sind wir wirklich nicht konsequent genug und prangern nur an, was uns selber nicht merkbar einschränkt.
Ja, so bescheuert sind wir dann wieder.

Plus ist es doch viel einfacher eine ältere Dame zu beschimpfen, weil sie Pelz trägt, als vor einen Hells Angel zu stehen und ihn wegen seiner Lederkutte anzukeifen.

Out!

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Von ist das lustig oder muss ich in den Keller?

Na, ihr Pimmler..

Wisst ihr, wie einfach man jemanden ganz kurz aus dem Konzept bringen kann?
Zum Beispiel damit, dass man völlig grundlos einen Satz anders beendet als man Gurkensalat.
..wollte ich nur mal loswerden.

Wir sind das Ergebnis von Milliarden Jahren evolutionären Erfolges.
Warum benehmen wir uns nicht endlich dem entsprechend?

Dieser und vielen weiteren Fragen gehe ich in meinem neuen Buch nach, welches im Dezember 2016 erscheinen wird.
Gut ich gebe zu, dazu müsste ich vielleicht erst einmal ein Buch schreiben und einen Verlag finden, der meine geistigen Ergüsse publizieren würde.
Aber wie schwer kann das schon sein?
..hab ja noch ein paar Wochen Zeit.

Was ich heute eigentlich mitteilen wollte:

Ich bin verliebt!

Nein, stimmt auch nicht.
..aber vielleicht klappt das ja mal wieder, wenn es mein Buch auf die Bestsellerliste geschafft hat.

Was könnte ich euch also erzählen, ohne noch mehr eurer Zeit mit meinen infantilen Eskapaden zu rauben?
Lasst mich kurz nachdenken..
..Johnny Cash ist tot.
..Hitler war ein Vollpfosten.
..Liebe deinen nächsten.
..aber die meisten Menschen sind Arschlöcher.
..iss den Schnee nicht wenn er gelb ist.
..Korophilie ist Scheisse.
..Drogen sind schlecht.
..aber verdammt amüsant.
..Einhörner sind sehr, sehr super.
..warum haben die meisten „Apokalypsen-Filme“ ein Happy End, aber nur die wenigsten Thai-Massagen?
..was ist ein Happy End?
..was ist eine Thai-Massage?
..warum gibt es gelben Schnee?
..und darf ich daraus einen asiatischen Schneemann bauen oder ist krieg ich dann Rassismus-Vorwürfe?
Ha! Ich hab ein Thema.

Wer entscheidet eigentlich, was lustig ist und was nicht?
Ich persönlich bin ja der Meinung, dass derjenige der lacht entscheidet, ob etwas witzig ist oder nicht.
Lachen ist ein Reflex. Ein unwillkürlicher Akt.
Das führt ab und an dazu, dass es bei (von irgendwelchen überheblichen Idioten definierten) „heiklen“ Themen zu Lachern kommt.
Man soll daher auch gar nicht erst in diesem Themenpool fischen um Scherze zu machen.

Ich breche das mal runter.
Ein weisser Mann, darf nur Witze über weisse Männer machen.
Wenn er eine Behinderung hat, darf er erweitern auf weisse Männer mit Behinderung.
Wenn er Glück hat, gehört er noch einer Religion an.
..Jackpot!

Denn alles andere wäre rassistisch, schwulen- oder frauenfeindlich oder in sonst irgendeiner Art für irgendwen diskriminierend.

Ein Witz wird erst dann zu einem Politikum, wenn der, der ihn macht ein Rassist, Chauvinist, homophob oder was auch immer ist. Nicht der Witz, sonder derjenige hinter dem Witz ist allenfalls ein Problem. Nicht?

Es ändert nichts an der persönlichen Einstellung, ob ein „heikler“ Witz gemacht wird oder nicht.
Was aber ist, gewisse Leute wollen anderen Leuten das Lachen verbieten.
Und ich hasse den Teil der Gesellschaft, der das alles unterstützt.
Lachen ist gesund.
Lachen macht die ganze Scheisse die auf diesem Planeten passiert erträglicher.
Ich lache gerne.
Es ist befreiend.
Humor verbindet.
Mein Humor lebt auf Kosten aller.
Mich eingeschlossen.
Ist das nicht mit ein Punkt für eine offene, gleichgestellte Gesellschaft?

Mir ist bewusst, dass man euch Humor-Faschisten wohl nicht mehr loswird.
Aber nur weil ihr ein anderes Humorverständnis habt als einige andere, sollte eure Einstellung nicht dermassen mehr Gewicht in der öffentlichen Meinung haben.
Ich verstehe eure Legitimation nicht.
..will ich auch gar nicht. Ich finde eure Einstellung dämlich und faschistisch. Das war jetzt doppelt gemoppelt. ..egal. 
Ich schrei auch nicht in die Welt hinaus, dass man Jogging verbieten sollte, weil sich da die Tetraplegiker beleidigt fühlen könnten.

Es gibt Menschen, die haben eine verschrobene Wahrnehmung und ein völlig verkorkstes Weltbild.
Aber wegen diesen Pfeifen mit intellektueller Fehlfunktion gleich allen ihren Humor zu untersagen, ist meiner Ansicht nach kilometerweit über jegliches Ziel hinausgeschossen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
Habe die Ehre.

Wie seht ihr das? Gibt es plausible Gründe, weshalb man etwas zu einem Tabu erklären sollte?

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Wärmetheorie

Neulich hab ich Lisa kennengelernt.
Sie redet gerne.
Und viel.
Und mit viel, meine ich sehr viel.
Sehr viel, könnte man mit ununterbrochen gleichsetzen.
Sie gehört zu der Gruppe Menschen, die was mit Einstein gemeinsam haben.
Sie albert gerne.

Das ist grundsätzlich nichts schlimmes.
Aber ihre Humor-Komfortzone ist für mich wie Narnia.
Nicht meine Welt.

Sie mag Komiker wie Mario „kennste, kennste, kennste?“ B.
Ein „kennste“ hier, eine „witzige Geschichte“da.
Ja kenn ich und die Geschichten sind nicht witzig.

Lisas Geschichten sind wie die Menge Wasser und die Menge Dampf, die sich genau decken.
Eine Nullkurve.
War der jetzt zu hoch?
Gesättigte Dämpfe.
Wärmetheorie.
Witzige Geschichte.

Wirklich. Was sie so erzählt, fängt bei Null an und steigert sich dann durch die Zugabe von Nichts auf das Niveau von Null.
Zack!
Witzige Geschichte.

Nur weil man sich immer wieder halb totlacht während man was erzählt, wirds nicht automatisch witzig.

Lachen soll ja gesund sein.
Ich gönn ihr ein langes Leben.
Aber das mit uns beiden, war wie meine Geburt.
Eine einmalige Sache.

Von Hip Hop – dieses Opferkind?

Na, ihr Pimmler..

Ein Monat ist vergangen.
Der Keks ist schon trocken und hart, doch ich hol ihn trotzdem aus der Büchse.
Ich muss meinen Senf dazu einfach auch noch abgeben.
..Senf auf Kekse. Lecker.

Mit einiger Verspätung, habe ich den offenen Brief von Macus Staiger an Jan Böhmermann gelesen.
Er wirft dem „POL1Z1STENS0HN“ zusammengefasst, „standesgemässe Überheblichkeit“ vor.

„Ihr verarscht Leute, weil sie weniger Bildung haben, weil sie weniger Geld besitzen und weil sie gesellschaftlich unter euch stehen.“

Für diejenigen die es nicht mitbekommen haben sollten. Es geht um dieses Werk:

Jan Böhmermann – POL1Z1STENS0HN
Im Folgenden spreche ich zu unserem Hip Hop Onkel Staiger.
Stellvertretend muss er hier aber für alle hinhalten, die seine Meinung teilen.

Bist du wirklich so realitätsfremd?
Macht es dir solche Angst, dass der kleine Hip Hop langsam erwachsen geworden ist und seinen Stand in der Gesellschaft selber sucht und findet?
Er kann schon ganz gut für sich selber einstehen.
Du machst ihn zu einem Opfer, das er gar nicht ist.
Hip Hop untersteht newtonschen Gesetzen und ich bin der Meinung, dass kaum eine Kultur ausgeprägter das Prinzip von Aktion und Reaktion lebt, als Hip Hop.
Und genauso reagieren andere auf die „Aktionen“ unserer Szene.

Warum ich Hip Hop so liebe? Weil er alles ausdrückt, wonach ihm gerade ist. Grenzenlos. Kompromisslos.

Aber genau dasselbe macht gute Komik und Satire aus.
Und dass sich diese Kunst, Hip Hop annimmt und ihn als Stilmittel benutzt ist nur ein Zeichen dafür, dass er von der Gesellschaft wahrgenommen wird.

Nur weil wir nicht in der Lage sind über etwas lachen zu können, heisst das nicht, dass es für andere nicht amüsant und unterhaltsam ist.
Humor ist auch dann Humor, wenn nicht alle lachen.

Und sollte es im Kern darum gehen, dass Hip Hop als die etablierte, selbständige Kultur akzeptiert wird die sie ist, sollten wir das Vertrauen in sie haben und uns nicht als humorloses Pack präsentieren, dass immer gleich in den Verteidigungsmodus wechselt.

Ob man die Art von Böhmermann & Co. nun mag oder nicht.
Wir wollen, dass man uns und unsere Art der Kommunikation und Kunst respektiert.
Respektieren wir doch einfach auch mal das Aussenstehende.
Das wär doch mal was. Nicht? Regt euch nicht so auf. 

Seid lieb.